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Juktasen

Einführung in den Journalismus

Journalismus-Einführung: Schreibwerkzeug und Notizblock
Wissenstest

Grundlagen des
Journalismus

Zehn Fragen zu Recherchemethoden, Nachrichtenwert und journalistischen Grundprinzipien. Lesen Sie jede Frage sorgfältig, wählen Sie eine Antwort und prüfen Sie anschließend die Erklärung.

10 Fragen Selbsttest Anfängerniveau

So funktioniert der Test

Kein Zeitlimit, keine Punktewertung durch das System — nur ehrliche Selbsteinschätzung.

  • 01
    Antwort wählen

    Lesen Sie die Frage vollständig, bevor Sie eine Option ankreuzen. Mehrfachantworten sind nicht möglich — jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

  • 02
    Erklärung aufdecken

    Nach jeder Frage können Sie die Musterlösung einblenden. Die Erklärung beschreibt den Hintergrund und warum die anderen Optionen nicht zutreffen.

  • 03
    Auswertung am Ende

    Zählen Sie Ihre richtigen Antworten selbst zusammen. Die Tabelle am Ende des Tests erklärt, was Ihr Ergebnis über Ihren aktuellen Wissensstand sagt.

Fragen 1–10

Der Test beginnt hier

Alle Fragen beziehen sich auf den einführenden Journalismus-Kurs bei Juktasen. Einige Antworten sind nah beieinander — lesen Sie genau.

1 Was versteht man unter dem Begriff „Nachrichtenwert"?
Richtige Antwort: B. Nachrichtenwert beschreibt, wie relevant ein Ereignis für das Publikum ist. Faktoren wie Aktualität, Nähe, Konflikt und Prominenz der Beteiligten beeinflussen die redaktionelle Entscheidung. Die anderen Optionen messen Reichweite oder Preis, nicht journalistische Relevanz.
2 Welches Prinzip beschreibt die journalistische Trennung von Meinung und Tatsache?
Richtige Antwort: B. Die Objektivitätsnorm fordert, dass Berichte auf verifizierbaren Fakten beruhen und persönliche Wertungen klar als Kommentar ausgewiesen werden. Agenda-Setting, Gatekeeping und Framing beschreiben andere Mechanismen der Nachrichtenproduktion.
3 Was ist das Hauptmerkmal der umgekehrten Pyramide als Textstruktur?
Richtige Antwort: C. Die umgekehrte Pyramide platziert die zentralen Fakten — Wer, Was, Wann, Wo, Warum — direkt am Anfang. Details und Hintergrund folgen nach unten hin. Redaktionen können so den Text von unten kürzen, ohne die Kerninformation zu verlieren.
4 Welche Quellenregel gilt im seriösen Journalismus als Mindeststandard?
Richtige Antwort: B. Das Zwei-Quellen-Prinzip schützt vor gezielter Falschinformation durch einzelne Akteure. Beide Quellen müssen voneinander unabhängig sein. Offizielle Statements entbinden nicht von der Pflicht zur Verifizierung.
5 Was bezeichnet man als „Off the Record"?
Richtige Antwort: B. „Off the Record" ist eine Absprache zwischen Quelle und Journalist: Die Information darf zur Hintergrundorientierung genutzt werden, aber weder wörtlich zitiert noch der Quelle zugeordnet werden. Die Abgrenzung zu „on background" und „not for attribution" ist in der Praxis fließend.
6 Welche Textgattung verbindet nachprüfbare Fakten mit einer erzählerischen Struktur?
Richtige Antwort: C. Die Reportage zeigt ein Thema durch direkte Beobachtung, Szenenbeschreibung und Figurenperspektive. Sie bleibt dabei faktentreu, nutzt aber literarische Mittel. Meldung und Kommentar trennen Darstellung und Wertung strikter.
7 Was meint der Begriff „Gatekeeping" in der Kommunikationswissenschaft?
Richtige Antwort: A. Gatekeeping beschreibt die Filterfunktion von Redaktionen: Aus einem täglichen Überangebot an Ereignissen wählen Redakteure aus, was das Publikum zu sehen bekommt. Das Konzept geht auf Kurt Lewin zurück und wurde von David Manning White auf den Journalismus übertragen.
8 Welchen Zweck erfüllt das Gegendarstellungsrecht in Deutschland?
Richtige Antwort: B. Das Gegendarstellungsrecht ist in den Landespressegesetzen geregelt. Es gilt ausschließlich für Tatsachenbehauptungen, nicht für Meinungen oder Kommentare. Betroffene können verlangen, dass die Gegendarstellung an gleicher Stelle veröffentlicht wird.
9 Was ist ein Blattmacher in einer Zeitungsredaktion?
Richtige Antwort: B. Der Blattmacher koordiniert den Seitenaufbau, entscheidet über Bildauswahl, Titelzeilen und die Platzierung von Texten. Die Rolle verbindet redaktionelles und visuelles Urteilsvermögen — besonders wichtig bei Tageszeitungen mit festen Druckzeiten.
10 Welches Modell beschreibt, wie Medien durch ihre Themenauswahl beeinflussen, worüber Menschen nachdenken?
Richtige Antwort: C. Das Agenda-Setting-Modell (McCombs & Shaw, 1972) zeigt: Medien legen zwar nicht fest, was Menschen denken sollen, aber sie beeinflussen stark, über welche Themen überhaupt nachgedacht wird. Die Schweigespirale befasst sich mit dem Meinungsklima, nicht mit der Themengewichtung.

Ergebnis einschätzen

Zählen Sie Ihre richtigen Antworten und vergleichen Sie mit der folgenden Orientierung. Die Angaben sind Richtwerte, keine Noten.

0 – 3
Grundlagen fehlen noch

Die meisten Konzepte sind neu. Gut geeignet als Einstieg in das Lernprogramm — hier gibt es am meisten zu entdecken.

4 – 6
Solides Vorwissen

Einige Begriffe sind bekannt, andere noch unklar. Das Seminar füllt die Lücken und gibt den Konzepten einen praktischen Kontext.

7 – 9
Gute Basis

Theorie ist bekannt, Anwendung und Vertiefung fehlen oft noch. Die Diskussionseinheiten im Kurs werden besonders nützlich sein.

10
Alle richtig

Starkes Grundlagenwissen. Im Seminar geht es dann um Recherchemethoden, Fälle aus der Praxis und kritische Auseinandersetzung.